Querschnittslähmung

Wir sind die Spezialitsen bei der Regulierung von Schadensersatzansprüche eines querschnittsgelähmten Geschädigten. Das ist rechtlich besonders anspruchsvoll. Nutzen Sie dafür unserer Kompetenz und Erfahrung.

Querschnittslähmung durch Unfall oder Behandlungsfehler

Querschnittslähmung auch Querschnittsyndrom oder Querschnittläsion

Die Querschnittslähmung wird auch Querschnittsyndrom oder Querschnittläsion genannt. Sie bezeichnet die anteilige oder vollständige Schädigung des Rückenmarks. Es gibt komplette (keine Restfunktion erhalten) aber auch nur inkomplette (Restfunktionen erhalten) Querschnittslähmungen. Je höher die Schädigung des Rückenmarks liegt, desto schwerwiegender sind die Beeinträchtigungen, wie etwa Lähmungen (Paraparese, Paraplegie, Tetraparese oder Tetraplegie) und der Ausfall von motorischen, sensiblen und vegetativen Funktionen. Mögliche Folgen sind Inkontinenz (Blasen- oder Stuhlentlehrungsstörungen), Impotenz, Verlust der sexuellen Empfindungsfähigkeit; als Komplikationen kommen oft vor: Lungenentzündung, Dekubitus (Durchliegegeschwür) und Darmverschluss.

Querschnittslähmung durch Unfall oder Behandlungsfehler

Etwa fünfzig Prozent der Querschnittslähmungen werden durch Verkehrsunfälle verursacht; der übrige Großteil beruht auf Krankheiten, ein kleinerer Teil allerdings auch auf medizinischen Eingriffen (hier ist auf die entsprechende Aufklärung zu achten) oder auf eine Behandlung entgegen den Facharztstandards (Behandlungsfehler).

Querschnittslähmung und Schmerzensgeld

Bei diesen schwersten Verletzungen gibt es nahezu die höchsten Schmerzensgeldbeträge. Nur bei hirnorganischen Schädigungen werden noch höhere Beträge zugebilligt. Je nach Schwere der Beeinträchtigungen sind von den Gerichten 100.000,- (inkomplette Querschnittslähmung) bis hin zu 750.000,- Euro (komplette Querschnittslähmung mit schwerwiegendsten Folgen) zugesprochen worden.

Nicht nur das Schmerzensgeld ist wichtig, unbedingt muss auch die erforderliche Absicherung für die Zukunft (Erwerbsschaden, Haushaltsführungsschaden usw.) sichergestellt werden. Damit sollten unbedingt Spezialisten beauftragt werden, auch weil eine individuelle Lösung gesucht werden muss, zum Beispiel hinsichtlich der Frage, ob der Schadensersatz kapitalisiert werden soll oder ob eine Rente gezahlt werden soll.

Zu berücksichtigen sind die Zukunftsrisiken, Spätfolgen und auch die schwerwiegenden Komplikationen, die möglich sind, wie etwa Lungenentzündung, Darmverschluss oder Durchliegegeschwüre, die ein Vorversterblichkeitsrisiko sein können, mit diesem statistischen Risiko kann ein Spezialist der Materie umgehen; wichtig ist deshalb, dass der beauftragte Rechtsanwalt über juristische und medizinische Spezialkenntnisse verfügt.

Ohne bestmögliche Vertretung droht dem Betroffenen als schuldlos Verletzten ein „Sozialfall“ zu werden, wenn nicht ausreichende Schadensersatzbeträge beziffert und letztlich auch durchgesetzt werden.

Querschnittslähmung – zukünftige Behandlung und ihre Folgen – ein Exkurs:

Neurobiologen arbeiten und forschen an Wirkstoffen, mit denen sie die zertrennten Nerven wieder zusammenfügen wollen. Auch mit Stammzellen (und anderen Zellarten) wird experimentiert. Darüber hinaus werden Neuroimplantate erprobt, mit denen man die Verletzung im Rückenmark überbrücken möchte.

Momentan erfolgversprechend sind die neuen Heilverfahren bisher nur bei Frischverletzten.

Also selbst dann, wenn die neuen Therapieansätze Erfolg haben sollten, dann sind viele Geschädigte noch lange Zeit  auf alternative Hilfen oder auf innovative Hilfsmittel angewiesen, wie etwas das Exoskelett-System der Firma ReWalk. Es handelt sich um ein tragbares robotisches Exoskelett für Patienten mit Rückenmarksverletzungen, ein medizinisches Hilfsmittel und Medizinprodukt. Medizinische Hilfsmittel (etwa: Rollstühle, Gehhilfen oder Prothesen) sind für viele Menschen unentbehrlich. Sie ersetzen nämlich, worüber sich Nichtbehinderte selten Gedanken machen, die ausgefallenen Funktionen des Körpers. Es gibt ein bundeseinheitliches Hilfsmittelverzeichnis, in dem alle Hilfsmittel aufgelistet sind, die von den Krankenkassen grundsätzlich ersetzt werden müssen. Dieses Verzeichnis wird von einer Fachkommission der Spitzenverbände der Krankenkassen ständig aktualisiert und im Bundesanzeiger veröffentlicht, der vom Bundesministerium der Justiz herausgegeben wird. In dieses Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen worden sind sogenannte Ganzkörperorthesen zur Funktionssicherung und Mobilisierung. Sie werden auch Exoskelette (Außenskelette) oder Roboteranzüge genannt. Diese technische Innovation ermöglicht Gelähmten, die einen solchen Apparat steuern können, einen aufrechten Gang. Beine und Rumpf werden wie in einer Stehhilfe fixiert, das heißt: Sprung-, Knie- und Hüftgelenke werden gesperrt. Der Patient gleitet auf Platten. Die eigentliche Laufbewegung erfolgt durch den Gehapparat, nicht durch die Beine (die ja gelähmt sind).

Dieses Hilfsmittel kommt nicht nur für Patienten mit Rückenmarksverletzungen und Paraplegie (vollständige Lähmung beider Beine) in Betracht, sondern auch bei beidseitiger Lähmung der Hüft-, Oberschenkel- und Unterschenkelmuskulatur, zum Beispiel bei Spina bifida (Neuralrohrfehlbildung = „offener Rücken“).

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht Rouven Walter zur Querschnittslähmung

„Nicht spezialisierte Rechtsanwälte fordern oftmals viel zu wenig Geld, es wird schlicht unterschätzt, welche Beträge insbesondere auf vermehrte Bedürfnisse (Pflegeleistungen, Umbaukosten usw.) solche Verletzungsfolgen mit sich bringen“.

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